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Die zweite Station (Abb. 3) dient zur Gefügeprüfung. Dort werden die Kugelzapfen angehoben, so dass die Kugeln von jeweils einer Durchlaufspule umschlossen werden. Dann erfolgt die Prüfung auf Materialverwechslung und Oberflächenhärte. Auch hier wird ein 2-kanaliges Gerät, der eddyliner® P2, eingesetzt. Das Verfahren der Präventiven Mehrfrequenzprüfung (PMFP), bei dem mit 8 Frequenzen über ein Spektrum von bis zu 1 : 3.000 geprüft wird, bietet den Vorteil, dass auch unerwartete (weil bislang unbekannte) Fehler sicher erkannt werden. In der dritten Station wird schließlich das Gewinde auf Gängigkeit überprüft. Angesichts der kurzen Taktzeit musste hierzu eine eigene Prüfvorrichtung entwickelt werden. Dabei wird das Gewinde des Prüflings mit drei drehbar gelagerten Gewindebolzen gespannt, von denen einer angetrieben und mit einem Drehmomentsensor ausgestattet ist. So kann das für die Drehung benötigte Drehmoment als Maßstab für die Gängigkeit des Gewindes heran gezogen werden.
Nach Durchlaufen der drei Prüfstationen werden die Kugelzapfen auf Rutschen ausgeworfen (Abb. 6). Neben der Gutteilrutsche gibt es drei Schlechtteilrutschen: Hier kann der Bediener frei definieren, in welchen Auswurf Teile mit welchem Fehler sortiert werden sollen.
Die Inbetriebnahme Bei der Inbetriebnahme kommt üblicherweise die Stunde der Wahrheit: Hier (und anschließend im Praxisbetrieb) zeigt sich der Unterschied zwischen "billig" und "preiswert". Und hier zeigt sich auch der Unterschied zwischen "schlüsselfertig" (mit Zukauf der Mechanik) und "aus einer Hand": In diesem Fall vereint der Anlagenlieferant Prüfgeräteentwicklung, -fertigung und montage sowie Projektierung, mechanische und elektrische Konstruktion, Fertigung, Montage und Inbetriebnahme unter einem Dach. So erfolgte, wie üblich, eine Vorabnahme der komplett fertig gestellten Anlage unter produktionsnahen Bedingungen beim Lieferanten. So wurde sicher gestellt, dass die Integration in den Fertigungsprozess reibungslos innerhalb weniger Tage erfolgen konnte.
(Igor Lambrecht)
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